Luftsportverein Ederbergland e.V.

Die Ausbildung zum Privatflugzeugführer

Die Pilotenausbildung innerhalb unserer Flugschule entspricht den neusten Richtlinien und führt Flugschüler bis zur fertigen Privatpilotenlizenz für Motorflug. Die ehrenamtlichen Fluglehrer stehen in ihrer Freizeit für die theoretische und praktische Ausbildung zur Verfügung.

Die Ausbildung zum Erwerb des Flugscheins ist auf die Dauer von neun bis zwölf Monaten ausgerichtet. Sie gliedert sich in folgende Bereiche:

  • Funksprechausbildung  
  • Theoretische Ausbildung   
  • Praktische Ausbildung

Funksprechzeugnis

Ausbildung in Theorie und Praxis zur Erlangung des deutschen oder englischen Sprechfunkzeugnisses für den Flugfunk (BZF II bzw. BZF I). Das englische Sprechfunkzeugnis ist für das Fliegen im deutschsprachigen Luftraum nicht erforderlich und kann auch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Dieser Ausbildungsteil wird in der Regel in den Wintermonaten in Form geschlossener Lehrgänge durchgeführt. Die Prüfung wird unmittelbar im Anschluss an den Lehrgang abgelegt. Anmeldungen sind an den Ausbildungsleiter Motorflug zu richten.

Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung umfasst mindestens 80 Unterrichtsstunden in den Fächern Luftrecht, Navigation, Wetterkunde, Technik, und Verhalten in besonderen Fällen. Der Unterricht findet in der Regel in den Wintermonaten im Schulungsraum auf dem Flugplatz statt. Die Theorieprüfung kann vor dem Regierungspräsidenten abgelegt werden, wenn mindestens die Hälfte der geforderten Flugzeit geflogen worden ist.

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung umfasst mindestens 40 Flugstunden, davon 15 Stunden im Alleinflug mit Flugauftrag des Fluglehrers. Als Flugzeiten werden dabei grundsätzlich die Zeiten zwischen Start und Landung minutengenau gerechnet. Des weiteren sind mindestens 60 Starts und Landungen, davon 20 Alleinstarts und -landungen durchzuführen.

Die drei Hauptabschnitte der praktischen Ausbildung

  • Flugausbildung bis zum ersten Alleinflug: zum Beispiel grundlegende Flugmanöver, Rollen, Starten, Landen, besondere Flugzustände, Verhalten bei Notlagen, usw.
  • Erlangen der fliegerischen Fertigkeiten: z.B. Starten und Landen bei Seitenwind, Ziellandungen, Einweisung für Flüge in Höhen von mehr als 6000 ft (1800 m), Einweisung für Flüge zu anderen Plätzen, praktische Einweisung in die Handhabung von Funk-navigationsgeräten, Flüge zu Verkehrsflugplätzen, Not-landeübungen.
  • Übungen bis zur Prüfungsreife: Festigung und Übung der erlernten Fertigkeiten mit und ohne Fluglehrer. Vorbereitung und Durchführung eines Navigations-dreiecksfluges über eine Flugstrecke von mehr als 300 km und Landung auf zwei fremden Plätzen im Alleinflug.

Die praktische Ausbildung kann aufgrund der befestigten Start- und Landebahn in Allendorf ganzjährig durchgeführt werden. Jedem Flugschüler wird ein Fluglehrer fest zugeteilt, mit dem er dann einen Großteil seiner Ausbildung, insbesondere aber den ersten Ausbildungsabschnitt absolvieren kann.

Unterrichtszeiten können bei der praktischen Ausbildung individuell abgestimmt werden. Nach Abschluss der Ausbildung wird die praktische Prüfung von einem Prüfungsrat des Regierungspräsidiums Kassel abgenommen.

Auch als Inhaber eines Flugscheins braucht man dann kein eigenes Flugzeug, sondern kann weiterhin auf Vereinsflugzeugen fliegen.

Voraussetzungen für die Schulung:

  • Mitgliedschaft im LSV Ederbergland
  • Mindestalter 18 Jahre (Beginn der Ausbildung mit 16 Jahren möglich).
  • Körperliche Tauglichkeit. Untersuchung und Ausstellung der Bescheinigung durch einen Fliegerarzt (Fliegerärtztliches Tauglichkeitszeugnis).
  • Es dürfen keine Tatsachen vorliegen, die den Bewerber als untauglich erscheinen lassen, wie z.B. größere Vorstrafen (erforderlich ist ein polizeiliches Führungszeugnis und eine Auskunft aus dem Verkehrszentralregister).

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